Gestern sprach mich in der Nähe unseres Gebetshauses ein Mann an, der sagte, er sei Muslim, und er fragte mich, was es bedeute, dass ihm Jesus im Traum erschienen sei.

Wir beten im Gebetshaus jeden Freitag eine Stunde für die Muslime, dass sie Jesus kennenlernen und mit ihm die himmlische Liebe Gottes, des Vaters.

Ich antwortete dem Mann, dass Jesus ihm etwas sagen wolle mit diesem Traum.

Wir sind dann gestört worden und ich hoffe, er  kommt wieder und ich kann ihm mehr über Jesus erzählen.

Es war für mich jedenfalls eine Erhörung unserer Gebete. Gott handelt -- 

mit unseren Gebeten.

Jeden Freitag um 13.15 Uhr im Gebetshaus Wiener Neustadt.

(Hans-Otto, 22.08.2020)

Auf meine Anfrage an einen Freund des Gebetshauses, ob er ein Zeugnis auf der Website mit uns teilen würde, schrieb er mir Folgendes:

"O ja, sehr gerne; du erinnerst dich vielleicht noch, es muss so zwei Jahre her sein. Jedenfalls bist du schon mit dem Gebetshaus umgezogen gewesen in das neue Quartier in der Rosengasse. Ich kam von einem Besuch im nahen Krankenhaus bei einem 30jährigen Lichtenegger, der nach einem schweren Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Tiefschlaf lag. Ich konnte also nicht mit ihm sprechen, aber für ihn beten. Und so dachte ich: besser zu zweit beten als allein und ging kurzentschlossen ins Gebetshaus, wo du dankenswerterwiese anwesend gewesen bist. Wir beteten eine Weile gemeinsam für den jungen Familienvater. Nach wenigen Tagen hörte ich schon die erfreuliche Nachricht, dass es ihm deutlich besser ging. Und wenige Wochen später wurde er aus dem Krankenhaus zu seiner Familie entlassen. Nach einigen Monaten war er vollkommen vom Unfall erholt und es scheint gar nichts zurückgeblieben zu sein. Seine ganze große Familie machte dann auch eine Dankwallfahrt nach Mariazell. Und ich freue mich immer sehr, wenn ich ihn sehe, auch ganz oft in der Kirche.      Liebe Grüße!  Thomas R.

Zeugnisse

Wie ich darauf kam, ein Gebetshaus zu gründen

Meine Erlebnisse mit Gebetshaus begannen auf einer Israelreise 2014. Ein Freund hatte mir vorgeschlagen, „Succat Hallel“, das „Zelt des Lobpreises“ zu besuchen. Vorher war ich im Bezug auf Gebetshaus immer skeptisch gewesen. Es passte nicht in meine damalige Sicht und Einengung auf Kirchlichkeit. Doch jetzt wollte ich es einmal versuchen und, in Jerusalem angekommen, ging ich in die Succat Hallel in der Ein-Rogel-Strasse. Ein ganz normales Wohngebäude in einem Reihenhauskomplex beherbergte den Gebetsraum. Als ich eintrat, hüllte mich eine Atmosphäre ein. Es war nicht allein die wunderschöne Lobpreismusik, der gerade von einigen jungen Leuten gespielt wurde, es war vielmehr eine Gegenwart. Es war Gott! Sehr spürbar gegenwärtig mit Frieden und Schönheit und Nähe. Das überwältigte mich und ich war sehr erstaunt! Denn eine solch dicht spürbare Gegenwart Gottes in einem ganz einfachen Raum, kein Kirchengebäude, kein Kreuz an der Wand, keine sakramentale Präsenz des Herrn im Tabernakel, das war für mich als „eingefleischten“ katholischen Priester doch sehr neu! Aber sehr wohltuend, und ich konnte eine Woche lang jeden Tag dorthin gehen und beten und diese wunderschöne Erfahrung der Nähe Gottes machen.

Wieder zurück zu Hause, wollte ich nun auch das Gebetshaus Augsburg kennen lernen. Ich fuhr also hin, sobald ich mir frei nehmen konnte. Als ich dort den Gebetsraum zum ersten mal betrat, hatte ich das gleiche Erlebnis wie in Jerusalem. Diese starke Nähe Gottes, dieses eingehüllt werden von einer liebenden Gegenwart! Diese Schönheit! Ich war fasziniert.

Irgendwie scheint es Gottes Plan zu sein, auf der Erde Orte zu schaffen, wo er ganz neu wohnen kann, wo er sich niederlassen kann und auf Anbetung und Lobpreis antwortet und wo er dann erfahbar wird.

Gebetshäuser dieser neuen Bewegung, inzwischen auch schon über 20 Jahre alt, sind Orte, wo Gott rund um die Uhr mit Lobpreis verehrt wird und wo dieses starke und anhaltende Gebet eine Atmosphäre schafft. Gebet verändert Orte. Gebet verändert die Welt. Gebet zieht Gott an. Es ist ein Gebet, in das man sich fallen lässt, das Gott gestaltet, denn er ist es, der handelt und Heil schafft. Mit uns zusammen, mit unserm Gebet.

Wahres Gebet ist etwas, was dem Menschen sehr schwer fällt. Lieber ist der Mensch aktiv in Dingen, wo er hinterher konkrete Ergebnisse sieht und so einen Sinn erfährt. Christen sollen ja auch in der Nächstenliebe, in der Caritas, aktiv sein. Dabei kann man ja auch Gott erfahren. Aber der Mensch ist eher „faul“ im Nichtstun! Im einfach nur da sein vor Gott und loslassen und Gottes Gegenwart empfangen und bestaunen. Das ist so schwer. Ich muss mich auch immer wieder vom Machen losreißen und Ihm Raum geben. Aber es ist das eine Notwendige. Und das Schöne!

Hans-Otto Herweg